MÜRITZ

Infos rund um den Müritzsee










Die Müritz - einzigartig, glänzend und verzaubernd ...
In einem Palast aus Bernstein wohnt sie, die Bernsteinnixe von der interner Link Müritz. In der tiefsten Stelle des größten deutschen Binnensees in interner Link Mecklenburg-Vorpommern hütet sie der Sage nach den mächtigsten Bernstein der Welt. Doch es muss wohl eher eine Perle wie der See selbst sein, einzigartig, glänzend und verzaubernd.

Sonne über der südlichen Müritz bei Rechlin NordBild vergrößern

Von ihrem Palast in der Tiefe der Binnenmüritz ist es nicht weit bis zum beschaulichen Luftkurort interner Link Waren. Gerade der Reiz des verschlafenen und doch irgendwie mondänen Ortes im Norden der Müritz charakterisiert diese in sich homogene und doch widersprüchliche Region im Herzen der interner Link Mecklenburger Seenplatte. Durchstreift man die Stadt, so gleicht der Weg einem Querschnitt durch die deutsche Zeitgeschichte.

Attraktiver Ort mit hoher Lebensqualität

Waren an der MüritzBild vergrößern

Wie alt Waren an der Müritz eigentlich ist, weiß niemand so ganz genau. Im mehrfach abgebrannten Stadtarchiv liegt auch das Gründungsjahr von Waren an der Müritz begraben. Doch die schmucken Fachwerkhäuser, die gewaltigen Speicher im Hafen, Villen in den schönsten Lagen am Stadtrand zeugen von einer wechselhaften interner Link Vergangenheit. Dieser Eindruck wird von den "überragenden" Plattenbauten aus DDR-Zeiten im Osten der Stadt zwar bestätigt, zeigt aber nur, dass die Stadt an der Müritz zu allen Zeiten für viele Menschen ein attraktiver Ort mit hoher Lebensqualität war und ist.

Die interner Link 112 Quadratkilometer Fläche der Müritz spiegeln das Herz einer ganzen Region wider. Neben interner Link Wasserstraßen von Berlin bis Hamburg gibt es unzählige kleine und große Seen, oftmals miteinander über Kanäle verbunden, manchmal über verwunschene Pfade zu Fuß erreichbar. Die Zahl der Seen kennt niemand so genau, aber eines ist sicher: Die Mecklenburger Seenplatte ist das größte zusammenhängende interner Link Binnenwassersportgebiet Europas.

Grandioser Blick über die Müritz

Sonnenuntergang über der MüritzBild vergrößern

Von Waren aus durchfährt man mit dem Boot Richtung Süden zunächst die Binnenmüritz, ein vom Hauptsee durch eine schmale aber tiefe Rinne abgetrenntes Gewässer. Hier befindet sich mit 33 m die interner Link tiefste Stelle des Sees und darin vielleicht auch die Bernsteinnixe, die allzu neugierige Menschen der Sage nach in ihren Bann und die Tiefe zieht. Am Ende der schmalen Verbindung eröffnet sich ein grandioser Blick über die Müritz mit rund 13 km Breite und 25 km Länge.

Durch die Form der Müritz gibt es nur Ost- und Westufer. Dabei zeigt sich die Region im Westen mit weitläufigen Feldern, Wiesen und kleinen Wäldern von einer eher landwirtschaftlich geprägten Seite.

Dem entgegen besteht die östliche Uferzone überwiegend aus Bruchwäldern, die immer wieder von den so genannten Satellitenseen wie Specker See oder Rederangsee unterbrochen werden. Direkt am See zieht sich teils ein breiter Schilfgürtel entlang. An diese feuchte Uferzone schließen sich große Kiefernwälder und kleinere Heideflächen auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz im heutigen Nationalpark an. Ganz im Süden schließt sich an den mehrere Kilometer langen Müritzarm der Müritzsee an.

Ostufer gehört zum Müritz-Nationalpark

Ostufer MüritzBild vergrößern

Ein großer Bereich des Ostufers gehört zum interner Link Müritz-Nationalpark. Im Park gibt es zahlreiche Seen, die früher mit der Müritz selbst verbunden waren. Auch am Grund zeigt sich die Müritz abwechslungsreich. Von Osten fällt der Grund sehr langsam ab, so dass erst nach etwa 500 m eine Tiefe von rund 2 m erreicht wird. Im Westen ziehen sich durch die Eiszeit entstandene Rinnen von teils deutlich über zehn Meter Tiefe in relativer Ufernähe entlang. Solch ausgeprägte Rinnen sind auch die Verbindung zwischen Hauptsee und Binnenmüritz bei Waren sowie der Binnensee bei Röbel.

Schloss Klink im Neo-Renaissancestil

Auf einer Bootsfahrt von Waren nach Süden fallen insbesondere vier Dingen ins Auge: interner Link Schloss Klink, ein in Anlehnung an die Schlösser der Loire im Neo-Renaissancestil errichteter Prachtbau, der heute ein erstklassiges Hotel beherbergt. Das Müritz-Hotel, das als unschöner Betonklotz den Blick vom Schloss Klink ablenkt. interner Link Röbel, der zweitgrößte Ort an der Müritz, dessen zwei Kirchtürme weithin sichtbar sind. (Tipp: Von der Marienkirche hat man einen überwältigenden Blick über den See) Und - zumindest bei Windstille im Sommer - der Müritzfliege. Die Plagegeister belagern schnell zu Hunderten das Boot, doch nach kurzer Zeit ist der eher passive und naive Charakter der harmlosen Begleiter erkennbar.

Wer nun in der Südmüritz angekommen ist, sollte auch den interner Link Bolter Kanal - die frühere Wasserverbindung nach Berlin, Alte Fahrt - den Ort Rechlin und die südlich angrenzenden Gewässer als Etappenziele ansteuern. Die so genannten Nebelgewässer im Süden - erreichbar über den Müritzarm - sind bereits der westliche Rand der Strelitzer Seenplatte.

Regelmäßiger Schiffsverkehr über den See

Schiff in Anfahrt auf den Bolter Kanal an der MüritzBild vergrößern

Die wunderschöne Müritzregion erschließt sich sicherlich am besten vom Wasser aus. Einen regelmäßigen Schiffsverkehr gibt es von Waren zu den Orten im Westen und Süden der Müritz, wie auch zu hübschen Städtchen an Großseen wie interner Link Plauer See oder interner Link Fleesensee. Auch von Mirow und Plau aus gibt es Schiffsrouten über die Müritz bis Waren.

Aber auch das umliegende Land besticht durch großen Reichtum an interner Link Pflanzen und interner Link Tieren. Zum Teil völlig unberührten Naturraum gibt es im interner Link Müritz-Nationalpark, den man hervorragend mit dem Fahrrad erkunden kann. Neben selten gewordenen Pflanzen haben sich hier See-, Schrei- und Fischadler angesiedelt. Bis Ende der 80er Jahre wurde dieses Areal von der Roten Armee als Truppenübungsplatz genutzt. Heute sind die Spuren der militärischen Nutzung kaum noch zu sehen, Pflanzen und Tiere haben sich die Wälder, Wiesen und Heideflächen zurück erobert.

Eine Reise lohnt eigentlich zu jeder Jahreszeit. Ob im Winter zeitweise zugefroren, im Frühling oder Herbst durch die Farben der Natur besonders bezaubernd oder im Sommer bei einem Badeurlaub - die Müritz hinterlässt einen bleibenden Eindruck.




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